Leistungszulage im ERA: wie viel Prozent sind üblich?
Wie das Leistungsentgelt in Bayern, Baden-Württemberg, NRW und Niedersachsen geregelt ist, mit Punktesystem, Betriebsdurchschnitt und Spannen. Stand 18. Oktober 2026, Redaktion metalltarif.
Neben dem Grundentgelt gibt es in fast allen ERA-Tarifgebieten ein Leistungsentgelt. Es wird regelmäßig beurteilt und als Prozentsatz des Grundentgelts gezahlt. Wie hoch es ausfallen kann und wie der Durchschnitt im Betrieb aussehen muss, ist regional verschieden.
Bayern: Punkte mal 0,28 Prozent
In Bayern wird nach fünf Merkmalen beurteilt: Effizienz, Qualität, persönlicher Einsatz, methodisches Arbeiten und Zusammenarbeit. Jedes Merkmal gibt 0, 5, 10, 15 oder 20 Punkte, zusammen also bis zu 100. Jeder Punkt ist 0,28 Prozent wert. Wer überall die mittlere Stufe hat, kommt auf 50 Punkte und damit 14 Prozent. Die Spanne reicht von 0 bis 28 Prozent; im Betriebsdurchschnitt sollen es 14 Prozent sein.
Baden-Württemberg: 0 bis 30 Prozent
In Baden-Württemberg liegt die Spanne für den Einzelnen bei 0 bis 30 Prozent. Der Durchschnitt im Betrieb soll 15 Prozent betragen, mit einem Korridor von 14 bis 16 Prozent. Fällt er unter 13,5 Prozent, wird auf 14 Prozent aufgefüllt.
Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
In NRW liegt der tarifliche Durchschnitt nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung bei 10 Prozent. In Niedersachsen müssen die Leistungszulagen in Summe mindestens 10 Prozent der Grundentgelte ergeben, getrennt für die Gruppen 2 bis 4, 5 bis 9 und 10 bis 13. Eine feste Obergrenze für den Einzelnen haben wir für beide Gebiete nicht belegen können.
Was du im Rechner einträgst
Am genauesten ist der Prozentsatz von deiner Abrechnung. Kennst du nur deine Punkte in Bayern, multiplizierst du sie mit 0,28. Wer seine Beurteilung noch nicht hat, rechnet mit dem Durchschnitt seines Tarifgebiets und legt ein zweites Szenario mit einem höheren Wert an.