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Tarifgebiete

Tarifgebiete

Die Metall- und Elektroindustrie hat keinen bundesweiten Entgelttarif. Es gibt 15 regionale Tabellen, und welche für dich gilt, hängt vom Sitz deines Betriebs ab.

TarifgebietStd.Eckentgelt
Baden-Württemberg
EG 7, Baden-Württemberg
353.703,50 €
Bayern
EG 5 B, Bayern
353.583,00 €
Küste: Hamburg und Unterweser
EG 5 Hauptstufe, Hamburg und Umgebung, Bremen und Unterweser
353.572,00 €
Küste: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwest-Niedersachsen
EG 5 Hauptstufe, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das nordwestliche Niedersachsen
353.572,00 €
Niedersachsen
EG 5 B, Niedersachsen ohne Osnabrück-Emsland und ohne den Nordwesten (Küste)
353.569,00 €
Osnabrück-Emsland
EG 4 Hauptstufe, Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim
353.569,00 €
Berlin-Brandenburg
EG 5 Hauptstufe, Berlin und Brandenburg (West-Berlin 35, Ost-Berlin und Brandenburg 38 Stunden)
353.513,00 €
Sachsen-Anhalt
EG 5 Grundstufe, Sachsen-Anhalt
383.382,00 €
Nordrhein-Westfalen
EG 8, Nordrhein-Westfalen
353.295,00 €
Hessen
EG 5, Hessen
353.288,00 €
Pfalz
EG 5, Rheinland-Pfalz: Pfalz
353.288,00 €
Rheinland-Rheinhessen
EG 5, Rheinland-Pfalz: Rheinland und Rheinhessen
353.288,00 €
Saarland
EG 5, Saarland
353.288,00 €
Thüringen
EG 5, Thüringen
383.288,00 €
Sachsen
EG 5, Sachsen
383.288,00 €

Was die Gebiete unterscheidet

Einen bundesweiten Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie gibt es nicht. Die IG Metall verhandelt in ihren Bezirken mit den regionalen Arbeitgeberverbänden, die unter dem Dach von Gesamtmetall organisiert sind. Meist wird in einem Bezirk ein Pilotabschluss erzielt, den die anderen dann übernehmen. Die Prozentsätze der Erhöhungen sind deshalb fast überall gleich, zuletzt 2,0 % ab April 2025 und 3,1 % ab April 2026. Die Tabellen selbst unterscheiden sich aber, weil jedes Tarifgebiet sein eigenes Entgeltrahmenabkommen mit eigenen Gruppen, Stufen und Ausgangsbeträgen hat.

Die IG Metall hat sieben Bezirke: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg-Sachsen, Küste, Mitte, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie Nordrhein-Westfalen. Innerhalb eines Bezirks kann es mehrere Tarifgebiete geben. Zum Bezirk Mitte gehören zum Beispiel Hessen, die Pfalz, Rheinland-Rheinhessen, das Saarland und Thüringen, jeweils mit eigenem Arbeitgeberverband. Der Rechner unterscheidet 15 Tarifgebiete.

Es zählt der Sitz des Betriebs

Welche Tabelle für dich gilt, richtet sich nach dem räumlichen Geltungsbereich des Tarifvertrags. Der ERA-TV Bayern gilt "für das Land Bayern", der baden-württembergische für das Tarifgebiet Baden-Württemberg. Maßgeblich ist also, wo dein Betrieb liegt, nicht dein Wohnort und nicht der Sitz der Konzernzentrale. Wer in Ulm arbeitet und in Neu-Ulm wohnt, bekommt die Tabelle Baden-Württemberg. Zwei Werke desselben Unternehmens in Bremen und München haben verschiedene Tabellen.

Außerdem muss der Betrieb überhaupt tarifgebunden sein. Das ist er, wenn der Arbeitgeber Mitglied im Arbeitgeberverband mit Tarifbindung ist oder einen Haus- oder Anerkennungstarifvertrag abgeschlossen hat. Viele Verbände bieten auch eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung an.

35 Stunden im Westen, 38 im Osten

In den westdeutschen Tarifgebieten gilt seit Oktober 1995 die 35-Stunden-Woche. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Ost-Berlin mit Brandenburg sind es 38 Stunden. Seit 2021 und 2022 erlauben Angleichungstarifverträge, die Arbeitszeit per Betriebsvereinbarung schrittweise auf 35 Stunden zu senken. Das passiert Betrieb für Betrieb, einen allgemeinen Stufenplan gibt es nicht.

Die Monatsbeträge der Ost-Tabellen sind dabei nicht einfach hochgerechnet. Sachsen und Thüringen zahlen in EG 1 bis EG 8 dieselben Euro-Beträge wie Hessen, aber für drei Wochenstunden mehr. Pro Stunde verdienst du dort also weniger. Wer die Gehälter zwischen Regionen vergleicht, sollte deshalb auf den Stundenlohn oder das Jahresentgelt schauen. Die Beträge aller Gebiete findest du in den Entgelttabellen, die Begriffe im Glossar.

Sortiert nach Eckentgelt ab April 2026. T-ZUG B beträgt 2026 26.5 % davon.